Freitag, 24.05.2024

Die Faszination des Schönen

Spendenübergabe und Konzert

Die Auktion des Rose-Nachlasses im Park Hohenrode war ein voller Erfolg, die gesammelten Spenden sollen am Sonntagnachmittag im Park übergeben werden. Zu dem Guten wird sich dann auch das Schöne gesellen, mit Gitarrenklänge im Pavillon wird eine kleine aber feine Veranstaltungsreihe eröffnet…

Gitarristin Catarina Caspari eröffnet die kleine Kulturreihe im Pavillon

Die Auktion des Rose-Nachlasses im Park Hohenrode war ein voller Erfolg, die gesammelten Spenden sollen am Sonntagnachmittag im Park übergeben werden. Zu dem Guten wird sich dann auch das Schöne gesellen, mit Gitarrenklänge im Pavillon wird eine kleine aber feine Veranstaltungsreihe eröffnet…

Das Gute
Die gesammelten Schätze der Buchhändler Gerhard und Dietriech Rose haben vor Kurzem im Park Hohenrode vielfach neue Besitzer gefunden - die Auktion war ein voller Erfolg. Am kommenden Sonntag, um 15 Uhr, wollen die Familien Rose und Seidel die eingegangenen Spenden übergeben. Mit dem Geld sollen mehrere Bäume angeschafft werden, die einst zum historischen Bestand des Arboretums gehört haben. Außerdem wird man die Gelegenheit nutzen, um noch einmal die Bücher auszulegen, die beim Flohmarkt noch keine Interessenten gefunden haben.



Das Schöne
Um 16 Uhr folgt dann der erste Auftakt zur „Faszination des Schönen“. Während der schönen Jahreszeit soll jeweils am letzten Sonntag im Monat im Pavillon ein Blick auf Natur, Kunst, Musik, Prosa, Lyrik und Geschichte geworfen werden. Ausgangspunkt für diese kleine Veranstaltungsreihe war der Wunsch, dem in diesen Tagen allzu oft dominanten Weltschmerz einen kurzen Moment der Schönheit entgegen zu setzen, sagt Gisela Hartmann. „Wir hatten Corona, dann kam der Krieg in der Ukraine, der Konflikt im Nahen Osten - es herrscht eine unheimliche Leidensrealität im Moment und furchtbare Ratlosigkeit. Wir haben uns in kleiner Runde überlegt, wie man dem etwas entgegen setzen könnte und sind zur „Faszination des Schönen“ gekommen, diesem einen, oft flüchtigen Moment, in dem man die Schönheit der Welt erkennt - in der Natur, der Musik, der Kunst oder den Worten“, erklärt Hartmann.

Als Flucht will man die sonntägliche Stunde nicht verstanden wissen, sondern als Quelle der Kraft, die es braucht, um sich der Realität stellen zu können. „Wenn wir auf das Ganze blicken, das Schöne sehen und darüber reden, dann erdet das, es schützt die Seele, darum geht es. In der Gemeinschaft entsteht daraus Kraft und Verständigung und das brauchen wir für ein friedliches miteinander“, meint Hartmann.

Fünf Mitstreiter haben sich gefunden, die das Programm über die kommenden Monate bestreiten werden. Den Anfang macht am Sonntag Catarina Caspari, die gleich mehrere Gitarren mitbringen wird. „Es wird ein klassisches Gitarrenkonzert, wobei auch eine romantische Gitarre zum Einsatz kommt, ein Nachbau aus der Zeit um 1860. Gerade in der spanischen Gitarrenliteratur gibt es aus dieser Epoche viele sehr klangvolle Stücke, die mich an die Schönheit und vor allem auch die Wandelbarkeit der Natur erinnern. Die Klangfarben sind äußerst vielfältig, kraftvoll und strahlend, wie ein Blütenmeer und ich glaube, dass passt ganz wunderbar in den Pavillon, das Naturwohnzimmer im Park“, sagt die Gitarristin.

Auf die „blühenden Gitarrenklänge“ folgt am 30.06. die „Magie der Denkmale“ - ein Vortrag von Kunsthistorikerin Jessica Müller, die in die Geschichte der Stadt entführt und das Selbstverständnis der alten Nordhäuser an Hand ihrer Monumente betrachtet. Am 28.07. widmet sich Dr. Markus Frey den Gefiederten Bewohnern des Parks Hohenrode und beleuchtet in einem reich bebildertem Vortrag die „Zauberwelt der Vögel“. Weiter geht es am 28.08. mit Heidelore Kneffel die fragt: „Was verbindet Johann Wolfgang Goethe mit Caspar David Friedrich und Caroline Bardua?“. Wenn sich der Herbst im September ankündigt, wird Bärbele Herr die kleine Veranstaltungsreihe am 29.09. lyrisch beschließen und bringt ihre „Lieblingsgedichte“ mit.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei, Spenden für den Park sind aber jederzeit gerne gesehen. Am kommenden Sonntag wird im Vorfeld zudem das Café im Kutscherhaus von 14 bis 16 Uhr geöffnet und so will man es auch zu allen folgenden Terminen handhaben.

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